#BalanceforBetter

Hoi ihr zu feiernden Powerfrauen*, Weltretter*innen, ungleich bezahlte Over-Performer*innen, Kämpfer*innen und on the fly top shots unserer Gesellschaft und hoi auch ihr mutigen Männer* da draussen…Ich hoffe, ihr habt euch etwas tolles für den 8. März überlegt.

Weil jeweils am 8. März feiert die Welt den Internationalen Frauentag. Eine super Sache, obwohl ich das diesjährige offizielle Thema alles andere als kick-assig finde. #BalanaceforBetter ist für mich nicht mutig genug und zu politisch korrekt. Natürlich ist Gleichberechtigung nicht ein Frauen*thema sondern ein gesellschaftliches Problem und geht uns alle etwas an. Theoretisch mega logisch, gäll?! Aber wie Michael Kimmel treffend gesagt hat: « The privilege is not seen by the ones who have it. » Und deshalb ist es meistens immer noch so, dass wir Frauen* oft alleine für unsere Rechte einstehen müssen und leider noch viel zu oft Aufklärungsarbeit leisten müssen, wieso Mann* und Frau* heute noch nicht gleichberechtig sind.

Bevor das Gegenargument kommt: Ja, es gibt sie schon die modernen Männer*, die nur 80% arbeiten und einen Papi-Tag haben (weil ja so härzig), die im Haushalt mithelfen, die Kinder von der Kita abholen und Frauen* mit Respekt behandeln. Tatsache ist aber leider auch, dass sich diese Männer* dann dennoch in der Öffentlichkeit,  insbesondere vor anderen Männern*,  zu selten aktiv für Frauen* einsetzen. Oder wie oft habt ihr erlebt, dass einer dieser modernen Männer* (sind die eigentlich wirklich modern oder  vielleicht einfach nur normal und erscheinen modern weil die anderen noch in der Steinzeit leben?) sich vor anderen Männern* für euch eingesetzt haben? Äbe!

Seit Jahren kämpfen die verschiedenen Frauennetzwerke (die ich kenne) um die Unterstützung von Männern*- alle mehr oder weniger erfolgreich. Diese Tatsache, dass Männer* sich nicht aktiv für uns einsetzen, können wir ihnen wahrscheinlich gar nicht mal wirklich vorwerfen, denn es ist schwierig sich aktiv für etwas einzusetzen, das man nicht selbst erlebt. Also proklamiere ich dass wir Frauen* die Verantwortung haben  mindestens einen Mann*  aus unserem  Umfeld aufzuklären und aus ihm einen stolzen Feministen zu machen. Denn wenn wir Frauen* einerseits in der Gesellschaft gleichberechtigt sein wollen  aber  Zuhause alles für unsere Partner/Söhne/Väter erledigen, wird alles nur ein Lippenbekenntnis bleiben. Feminismus fängt in erster Linie mit uns Frauen* an und mit unserer Fähigkeit uns von alten Stereotypen und Erwartungen zu lösen. Wenn wir es alle schaffen, mindestens ein Mann* in unserem Leben zu einem aktiven Feminist bekehren zu können, dann ja, könnte #BalanceforBetter funktionieren. Aber dafür braucht es dich, du Kickass Selfloving Feminist! Lasst uns an die Arbeit gehen. Viel Mut euch allen, Siri

  1. Meiner Erfahrung nach ist der Mann überzeugt von der Idee – oder nicht. Ihn dazu zu überzeugen braucht extrem viel…

Ein Gedanke zu “#BalanceforBetter”

  1. Meiner Erfahrung nach ist der Mann überzeugt von der Idee – oder nicht. Ihn dazu zu überzeugen braucht extrem viel Energie, die doch in anderen Projekten bessere Renditen erzielt. Vor allem der (noch weit verbreitete) Mann, der eigentlich eine Ersatzmutter sucht, und weniger eine Partnerin. Ein nicht-Feminist hat mir kürzlich einen interessanten Ratschlag gegeben, (fehlender) Feminismus JA nicht als Grund für‘s nicht probieren, oder scheitern zu verwenden. Wenn wir doch einfach erfolgreich sein können, in dem wir das Beste sind was wir sein können, und weibliche Werte, selber, selbstbewusst als plus einsetzen… das ist meine Vision.
    Und warum wir etwas nicht erreichen können, weil wir Frau sind, weiss sind, jung sind… das ist zu einfach. Kürzlich hat mich ein Halb-Mexikanischer Fotograph darauf hingewiesen, dass er halt benachteiligt ist, in den USA – da ist mir ein Licht aufgegangen, dass doch jeder irgendwie benachteiligt ist… mittlerweile auch schon der weisse Mann ) (spätestens nach me too)
    Das soll heissen, lass Feminismus das Beste in uns erwecken, Weiblichkeit, Stärke… was auch immer nötig ist, und lasst uns vor allem mit denen kooperieren, die uns und unsere Projekte unterstützen

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